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Brombeere

Brombeere

Die zur Familie der Rosengewächse gehörende Brombeere ist ein 0,5 - 2 m hoher, meist stacheliger Halbstrauch mit eiförmigen, am Rand doppelt gesägten, stacheligen Blättern und kletternden Rankzweigen. Die Brombeersträuche blühen weiß oder rosa von Mai bis August und aus diesen Blüten entwicklen sich runde bis längliche, 1 - 3 cm große Sammelsteinfrüchte. Diese bestehen aus 20 - 50 Stück kleinen Steinfrüchten, die sich während der Reife von grün nach rot und schließlich schwarz verfärben.

Brombeeren waren im Altertum als eine der ältesten Heilpflanzen überhaupt bekannt und wurden bereits in alten griechischen Schriften erwähnt. In Mitteleuropa wurde sie etwa seit dem 16. Jahrhundert in Klostergärten kultiviert. Sortenzüchtungen gibt es erst etwa seit Mitte des 20. Jahrhunderts. In Österreich kommen wildwachsende Brombeeren häufig an Weg- und Waldrändern sowie in Waldlichtungen  vor.

Knospenwickler

Knospenwickler

Beschreibung

Auftreten: Verpuppung ab Mitte Mai (Grauer Knospenwickler) bzw. Ende Juni (Roter Knospenwickler).

Die im August schlüpfenden Schmetterlingsraupen fressen am Laub und zum Teil auch an den Früchten von Kernobst, Zwetschke, Marille sowie Beerenobststräuchern (Brombeere, Johannisbeere).

Überwinterung als Raupe unter Knospen-, Borkenschuppen oder Zweigachseln im Schutz einer Gespinsthülle.

Ende März bohren sie sich in die Knospen ein, die sie verspinnen und zerstören. Schadbild: Blüten- und Blattbüschel treiben nicht aus, sind etwas versponnen und darin eine Raupe.

Bei Fruchtbefall: Schadbefraß, der später vernarbt; auch Fruchtabfall möglich.

Vorsorge

Meist nicht notwendig. Knospenwickler werden bei der Behandlung gegen Schalenwickler und Frostspanner durch Vor- und Nachblütespritzungen zumeist miterfasst.

Zeitraum

März, April, Mai, Juni, Juli, August

Lösung

Aufhängen von Pheromonfallen

Brombeergallmilbe

Brombeergallmilbe

Beschreibung

Diese winzig kleinen Schädlinge sitzen zwischen den einzelnen Beeren und verrichten dort ihre Saugtätigkeit. Die Folge ist, dass einzelne Beeren, oder auch manchmal die ganze Frucht hellrot bleiben und sehr sauer schmecken. Die Schädlinge überwintern auf Fruchtmumien oder unter den Knospenschuppen und verursachen nach der Blüte das ungleichmäßige Reifen. Größte Vermehrung tritt im August/September auf.

Vorsorge

Zur Beseitigung der Winterverstecke der Gallmilben sind die Brombeerranken im Herbst möglichst weit zurückzuschneiden, hängengebliebene Mumienfrüchte sind gründlich zu entfernen. Bei starkem Befall ist eine Austriebsspritzung mit Paraffinöl im nächsten Frühjahr mit einem zugelassenen Präparat zu empfehlen.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

 

Zeitraum

Sommermonate

Erdbeerblütenstecher

Erdbeerblütenstecher

Beschreibung

Der Erdbeerblütenstecher befällt auch Himbeeren und Brombeeren. Er löst bei ihnen eine ähnliche Symptomatik wie bei den Erdbeeren aus. Die Weibchen bohren mit ihrem Rüssel ein Loch in die noch ungeöffneten Knospen und legen je 1 Ei hinein. Weiters fressen sie den Blütenstiel soweit an, dass dieser nach unten kippt oder sogar abfällt. Im Inneren der Knospe wächst die gelbliche Larve heran und ernährt sich von der noch ungeöffneten Blüte. Im Juli treten die neuen Käfer in Erscheinung die kreisrunde Löcher in die Blätter fressen. Vor Winterbeginn verpuppt sich der Käfer im Boden wo er bis in den Frühling bleibt. Der Käfer ist ca. 3-4 mm groß und matt-schwarz mit einem Rüssel.

Vorsorge

Oftmalige Kontrolle der gesamten Pflanze. Befallene Knospen können händisch entfernt werden. Ist vermehrter Befall zu befürchten, sollte man im Abstand von einer Woche vermehrt mit einem zugelassenen Insektizid dagegen vorgehen.

Zeitraum

April, Mai, Juni, Juli

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Himbeerkäfer

Himbeerkäfer

Beschreibung

Befällt neben Bromberen auch Himbeeren. Der Käfer ist 3,5 - 4,5 mm lang, braun und hat von gelb nach graubraun wechselnde Behaarung. Die Larve ist 6 - 8 mm lang, blass braungelb mit dunkleren Platten auf jedem Segment. Der Kopf ist braun. Der Himbeerkäfer verursacht sowohl als Larve, als auch adulter Käfer Schäden an Himbeeren: Der Käfer selbst frisst an der geschlossenen Blütenknospe und höhlt sie aus. Die offene Blüte schädigt er durch Fraß an Stempel, Staubgefäßen sowie Fruchtboden. Auch sich gerade entwickelnde, junge Blätter werden durch ihn geschädigt. Die Larven hingegen fressen zuerst am Fruchtboden, später dann im Inneren der Frucht, was zu braunen, harten, verkümmerten und verformten Beeren führt. Der Himbeerkäfer überwintert als Käfer, seltener auch als Larve im Boden in der Nähe der Himbeerruten. Etwa im Mai verlässt er sein Winterquartier und beginnt bei Temperaturen um 20 °C mit einem 2-3 wöchigen Reifungsfraß. Die Eiablage beginnt mit dem Blühen der Himbeeren.  Etwa 10 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Larven, um - je nach Witterung - 35 bis 45 Tage später die dann meist erntereife Frucht zu verlassen. Sie wandern zum Boden, um sich dort zu verpuppen. Die adulten Käfer der neuen Generation schlüpfen zwar noch im gleichen Jahr, verlassen den Boden aber erst im kommenden Frühjahr.

Vorsorge

Ab Mai bis zum Beginn der Blüte können die Käfer in der Früh einfach abgeklopft werden. Eine  Behandlung mit einem zugelassenen Insektizid ist nur vor der Blüte sinnvoll. Diese Behandlung sollte aber Rücksicht auf den Bienenflug nehmen und täglich erst am späten Abend durchgeführt werden.

Zeitraum

Mai, Juni, Juli

Bakterielle Schaderreger

Bakterielle Schaderreger

Beschreibung

Bakterielle Schaderreger können über Verletzungen in die Pflanze gelangen und dort Krankheiten wie Fäulnis oder Flecken auslösen (z.B. Pseudomonaden). Eine bekannte bakterielle Erkrankung ist z.B. der Bakterienbrand in Steinobst (Marille, Zwetschke) oder auch der Feuerbrand.

Vorsorge

Zur Bekämpfung bakterieller Blattfleckenerreger stehen keine geeigneten Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Zur vorbeugenden Bekämpfung können Fungizide wie z.B. Kupferpräparate eingesetzt werden, welche einen zeitlich begrenzten Schutzfilm gegen Bakterien bilden.

Zeitraum

ganzjährig

Lösung

Vorbeugender Einsatz von Kupferpräparaten zur Befallsminderung

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Brombeerrankenkrankheit

Brombeerrankenkrankheit

Beschreibung

Diese Krankheit wird durch einen Pilz verursacht. Im Sommer finden sich auf den bodennahen Trieben ca. 1mm große dunkle Flecken. Schreitet die Krankheit voran, werden sie größer und verändern ihre Farbe ins rotbraune. Die Symptome wandern quasi die Ranken hinauf und können sich zu großen Flecken verbinden. Im Frühjahr des nächsten Jahres brechen diese Gebiete auf und man kann bei feuchter Witterung weiße Sporenranken hervortreten sehen. Die Brombeerranke entwickelt sich zunächst ganz normal bevor sie plötzlich abstirbt und vertrocknet.

Vorsorge

Man sollte regelmäßig auf einen Befall kontrollieren und diese Stellen mechanisch entfernen. Generell ist es ratsam den Strauch in regelmäßigen Abständen etwas auszudünnen. Chemische Maßnahmen können auch hilfreich sein.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

Zeitraum

Marz, April, Mai, Juni, Juli, August, September

Brombeerrost

Brombeerrost

Beschreibung

Diese durch eine Pilz verursachte Krankheit hat folgende Charakteristika: Ab Ende Juni bilden sich erst auf der Blattoberseite violettrote Flecken. Kurze Zeit später finden sich auf der Blattunterseite orangerote Flecken die mit der Zeit zu schwarzen Sporenlagern werden. Ist der Strauch geschwächt kann er alle erkrankten Blätter abstoßen.

Vorsorge

Alle befallenen Blätter sollten entfernt werden. Es ist auch daran zu denken, den Strauch auszudünnen.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

Zeitraum

Mai, Juni, Juli, August, September

Lösung

berostungshemmende Präparate

Grauschimmel

Grauschimmel

Beschreibung

Diese Pilzkrankheit bedroht neben Himbeeren einen Großteil des Beerenobstes, wie z.B. Erdbeeren, Brombeeren. Die Ausbreitung wird von einer feucht-warmen Witterung begünstigt und geht meist von den bodennahen Teilen der Pflanzen aus. Die Infektion geht meist von der Kelchregion aus, wo junge Früchte zuerst braun und matschig werden und anschließend komplett von einem grauen Schimmelrasen überzogen sind (siehe obiges Beispiel Erdbeere). Der Pilz überwintert auf mumifizierten Früchten und abgefallenen Blättern. Die Sporen verbreiten sich im Frühjahr durch den Wind und Regen.

Vorsorge

Sämtliche Pflanzenreste sollten vor und nach dem Winter entfernt werden. Man sollte die Pflanzen nicht zu dicht nebeneinander pflanzen und das eventuell auf Stroh. Man sollte die Pflanzen nur in der Früh bewässern damit sie tagsüber gut abtrocknen können. Bei akutem Befall ist eine Behandlung mit Fungiziden möglich.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus oder Naturid Schachtelhalm-Extrakt AF zu empfehlen.

Zeitraum

Mai, Juni, Juli, August, September

Lösung

geeignete Botrytismittel oder pflanzenstärkende Präparate

Himbeerrutenkrankheit

Himbeerrutenkrankheit

Beschreibung

Diese pilzliche Krankheit kann neben Brombeeren auch Himbeeren befallen. Es ist wohl die wichtigste pilzbedingte Erkrankung bei diesen beiden Kulturen. Verantwortlich für eine Infektion ist meist der bereits vorliegende Befall von Himbeerrutengallmücken. Im Frühjahr kann man die ersten Symptome in Form von braunen bis violetten Flecken an den Ruten erkennen. Diese dehnen sich schnell aus, und bringen ganze Ruten zum Absterben. Der Pilz überwintert auf den befallenen Ruten und dringt im Frühjahr durch Risse oder Gallmücken bedingte Verletzungen in die Pflanze ein. Wurde im Vorjahr ein starker Befall mit Rutenkrankheit festgestellt, so empfiehlt sich zum Austrieb eine Behandlung mit einem Kupferpräparat.

Vorsorge

Eine Behandlung ist nur vorbeugend möglich. Die eigentliche Bekämpfung sollte sich gegen die Himbeerrutengallmücken richten.

Zeitraum

Sommermonate

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Echter Mehltau

Beschreibung

Der echte Mehltau gehört zur Familie der Mehltaupilze. Echter Mehltau ist eine gut zu diagnostizierende Krankheit. Hierbei ist den ganzen Tag auf der Blattoberseite ein deutlich weißer Belag sichtbar. Besonders hohe Temperaturen begünstigen eine Ausbreitung.

Vorsorge

Kommt die Temperatur in die Nähe der optimalen Wachstumstemperatur (20-25° bei echtem Mehltau) und herrscht eine feuchte Witterung vor, so ist eine vorbeugende Behandlung mit Fungizid zu empfehlen.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus oder Naturid Schachtelhalm-Extrakt AF zu empfehlen.

Zeitraum

April, Mai, Juni, Juli, August

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