Apfel

Beschreibung

Ursprünglich stammt der Apfelbaum aus Asien, doch schon in der Antike wurde er in Europa eingeführt und im Mittelalter landete er in mitteleuropäischen Gärten. Mittlerweile zählt man über 2.000 Apfelsorten mit teilweise recht unterschiedlichen Eigenschaften. Der Apfelbaum wird mittelhoch und kommt auch in kleine Form oder Spalierobst vor, die Blätter sind spitz eiförmig. Ende April bis Mai blühen die Apfelblüten weiß bis zartrosa. Wenn es warm genug ist, und die Insekten die Blüten befruchten, wachsen anschließend an ihrer Stelle die Äpfel, die im frühen bis späten Herbst reif werden.

 

TIERISCHE SCHÄDLINGE 

KNOSPENWICKLER

Auftreten: Verpuppung ab Mitte Mai (Grauer Knospenwickler) bzw. Ende Juni (Roter Knospenwickler).

Die im August schlüpfenden Schmetterlingsraupen fressen am Laub und zum Teil auch an den Früchten von Kernobst, Zwetschke, Marille sowie Beerenobststräuchern (Brombeere, Johannisbeere).

Überwinterung als Raupe unter Knospen-, Borkenschuppen oder Zweigachseln im Schutz einer Gespinsthülle.

Ende März bohren sie sich in die Knospen ein, die sie verspinnen und zerstören. Schadbild: Blüten- und Blattbüschel treiben nicht aus, sind etwas versponnen und darin eine Raupe.

Bei Fruchtbefall: Schadbefraß, der später vernarbt; auch Fruchtabfall möglich.

Vorsorge: Meist nicht notwendig. Knospenwickler werden bei der Behandlung gegen Schalenwickler und Frostspanner durch Vor- und Nachblütespritzungen zumeist miterfasst.

Zeitraum: März, April, Mai, Juni, Juli, August

Lösung: Aufgrund eigener Erfahrung wird dieser Schädling bei einer Behandlung in den festgesetzten Anwendungsgebieten miterfasst.

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APFELSÄGEWESPE

Als erstes erkennt man einen Schädlingsbefall an den Miniergängen bei jungen Früchten. Diese können schon im Mai auftreten. Im schlimmsten Fall sind die Früchte innen ausgefressen und mit Kot gefüllt. Die Larven, die einen markant schwarzen Kopf haben sondern einen stechenden Geruch aus. Befallene Früchte werden meist vom Baum abgestoßen. Der Schädling legt seine Eier auf die Früchte, von wo aus sich die Larven nach dem Schlüpfen ins Innere bohren und dort zu fressen beginnen. Die Verpuppung findet über den Winter im Boden statt.

Vorsorge: Weiße Leimtafeln ziehen die Tiere an und halten sie so vom Baum fern. Auch sollte man den Baum regelmäßig schütteln um den Abstoßungsprozess der befallenen Früchte zu beschleunigen. Wurde ein Befall festgestellt sollte man nach dem Abfallen der Blütenblätter eine gezielte Spritzung durchführen.

Zeitraum: Ende April bis Ende Mai/Anfang Juni

Lösung: Aufgrund eigener Erfahrung wird dieser Schädling bei einer Behandlung in den festgesetzten Anwendungsgebieten miterfasst.

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APFELBAUMGESPINSTMOTTE

Kleine graugelbe Raupen, welche in großer Zahl in einem feinen grauweißen Gespinsten in Astpartien sitzen, verursachen große Schäden an jungen Laub.

Vorsorge

  • Austriebsspritzung
  • Apfelwicklerfalle
  • Spritzen mit einem Insektizid

Zeitraum

bis zum Rotknospenstadium mit Austriebsspritzmittel, danach mit Insektizid

Lösung

Aufgrund eigener Erfahrung wird dieser Schädling bei einer Behandlung in den festgesetzten Anwendungsgebieten miterfasst.

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APFELBLATTLAUS

Blattläuse überwintern als schwarze Eier an den einjährigen Trieben, grüne Blattläuse saugen an jungen Trieben und Blättern, bevorzugt an der Blattunterseite, wodurch sich die Blätter zusammenrollen.

Vorsorge: Baumleimringe (gegen Ameisen), Winterspritzung mit Insektizide bei starkem Befall.

Zeitraum: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September

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APFELBLÜTENSTECHER

Blüten entwickeln sich nicht über das Ballonstadium hinaus, sondern die Blütenblätter vertrocknen. Nach der Blüte findet man dann unter den vertrockneten Blütenblätter eine Käferlarve (Abb.) und danach eine Puppe.

Der Apfelblütenstecher selbst ist ein ca. 6 mm großer Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer. Er weist eine typische "V-Zeichnung" am Rücken auf. Nach der Überwinterung, welche außerhalb von Obstgärten in angrenzenden Waldstücken erfolgt, verlässt der Käfer sein Winterversteck und wandert über eine Dauer von ca. 3 Wochen auf Apfelbäume ab. Das Weibchen legt nach der Begattung im Zeitraum zwischen Mausohrstadium und Blütenöffnung Eier ab, indem es die noch geschlossene Blüte anbohrt. Nach ca. 1 Woche schlüpft die Larve und frisst den Blütenboden aus. Dadurch können sich die Blütenblätter nicht mehr öffnen und sie vertrocknen (Braunfärbung). Nach der Verpuppung schlüpft Ende Juni der Käfer, der allerdings keinen wesentlichen Schaden anrichtet.

Vorsorge-

  • Braune Blüten entfernen
  • Anwendung von Insektiziden

Zeitraum: Mausohrstadium bis Blütenöffnung

Lösung: Aufgrund eigener Erfahrung wird dieser Schädling bei einer Behandlung in den festgesetzten Anwendungsgebieten miterfasst.

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APFELROSTMILBE

Die Apfelrostmilbe ist wesentlich kleiner als die Rote Spinne und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Bei einem Befall, der die Schadschwelle überschreitet, finden sich oft Tausende Apfelrostmilben pro Blatt. Starker Rostmilbenbefall führt zu bräunlichen Blattverfärbungen, v.a. auf der Unterseite, Aufwölbungen der Blattfläche und zu Verfilzung der Blattbehaarung. Die Symptome sind jenen bei leichten Trockenschäden ähnlich (Verwechslungsgefahr). Bei empfindlichen Sorten sind Störungen der Fruchtausfärbung (z.B. bei Jonagold) und Berostungen (z.B. bei Golden Delicious) verbunden mit vermindertem Fruchtertrag möglich.

Vorsorge: Winterspritzung - ist diese versäumt worden vor und nach der Blüte mit Insektiziden spritzen.

Zeitraum: Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September

Lösung: Netzschwefel® Kwizda: Im Zug einer Schorf oder Mehltaubehandlung ergibt sich eine befallsmindernde Wirkung gegen Milben.

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APFELWICKLER

Der Apfelwickler kann bei trockener Witterung ab Mitte Mai bis Mitte August Äpfel und Birnen befallen. Die Raupe überwintert in einem Gespinst unter der Rinde, wo auch im April die Verpuppung erfolgt. Die Eiablage erfolgt etwa ab Ende Mai, wobei die Temperatur über 14 Grad liegen sollte. Zuerst fressen die Raupen an der Apfelschale, erst nach 3 - 4 Tagen bohren sie sich in die Früchte ein. Nach ca. 4 Wochen ist die Raupe erwachsen und verlässt die Frucht um sich zumeist unter der Rinde Verstecke zu suchen. Der Bekämpfungsschwerpunkt richtet sich im Normalfall gegen die 1. Generation (bis ca. Ende Juni). Bei warmer Witterung entwickelt sich eine zweite Generation, welche oft im August noch größere Schäden verursacht.

Vorsorge

  • im Herbst anlegen eines Baumleimringes/Einstreichen mit BaumLeimgel/Besprühen des Stammes mit Leimspray
  • Winterspritzung/Austriebsspritzung
  • Pheromonfallen - Wicklerfallen (Naturid Universalfalle) ca. Mitte Mai bis Mitte August installieren (Abfangen Männchen)
  • Anlegen von Wellpappegürteln am Stamm von Ende Juni bis September, wöchentlich auf Larven/Puppen kontrollieren und alle 3 Wochen durch neue Streifen ersetzen.
  • Bekämpfung mit Insektiziden (extrem kurzes Zeitfenster zwischen Eischlupf und Einbohren). Zeitpunkt ermitteln mit Pheromonfallen (Falterschlupf und Eiablage ca. ab Mitte/Ende Mai bis Mitte/Ende Juni).
  • Abgestorbenes Holz dient den Puppen des Apfelwicklers als Platz zur Überwinterung. Wenn möglich, das abgestorbene Holz des Obstgartens im Winter in einem Umkreis von 50 - 100 m einsammeln und verbrenne

Zeitraum: Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August

Lösung: Aufgrund eigener Erfahrung wird dieser Schädling bei einer Behandlung in den festgesetzten Anwendungsgebieten miterfasst.

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BLUTLAUS

Starke Saugschäden, krebsig beulige Wucherungen, weiße wollartige Kolonien, wachsige Ausscheidungen an Schnittflächen und Rinden.

Vorsorge:

  • Regelmäßiger Schnitt
  • Wenig anfällige Sorten verwenden
  • Winterspritzung mit ölhältigen Präparaten

Zeitraum: April, Mai, Juni, Juli, August

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FRÜHJAHRSAPFELBLATTSAUGER

Dieser Schädling gehört zu den Blattflöhen welche bereits vor der Blüte große Schäden verursachen können. Die Überwinterung erfolgt in Form kleiner gelber Eier (ca. 0,5 mm) in den Ritzen der Rinde. Die Larven schlüpfen zur Zeit des Knospenaufbruchs. Sie befallen die jungen Knospen und schädigen bevorzugt die Blütenknospen, aber auch die sich entwickelnden Blätter und Triebe. Die Tiere häuten sich mehrmals danach sind etwa 3 mm große Blattflöhe in großer Zahl auf den  Blättern zu erkennen, welche bei Erschütterung aufliegen und sich danach wieder niederlassen, sie verursachen praktisch keine Schäden mehr. Die Eiablage erfolgt etwa Ende August an den Zweigspitzen, nahe der Fruchtknopsen.

Vorsorge: Winterspritzung - ist diese versäumt worden vor und nach der Blüte mit einem zugelassenen Insektizid spritzen.

Zeitraum: Februar, März, April

OBSTBAUMMINIERMOTTE

Die Falter überwintern unter Rindenschuppen am Baum. Im April erfolgt die erste Eiablage. Nach einigen Tagen schlüpfen die Räupchen und beginnen mit dem Minierfraß im Blatt, danach erfolgt die Verpuppung in einem Gespinst an der Blattunterseite.

Vorsorge: In den meisten Fällen sind die Schäden, die durch die Miniermotte entstehen, gering. Auf eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln kann i.d.R. daher verzichtet werden. Wird eine Spritzung gegen Apfelwickler oder Blattsauger vorgenommen, wird auch die Miniermotte bekämpft.

Entdeckte Raupen sollten zerdrückt werden, ebenso sollten Kokons entfernt werden, um so das Vermehren der Obstbaumminiermotte zu verhindern.

Zeitraum: Mai, Juni, Juli August, September

Lösung: Genaue Beobachtung der Blätter

ROTE OBSTBAUMSPINNMILBE

Die Überwinterung erfolgt in kleinen, karminroten, zwiebelförmigen Eiern. Je nach Witterung schlüpfen die ersten Milben zwischen dem Austrieb und dem Blütenbeginn. Die Weiterentwicklung der Milben ist meistens bis Ende der Blüte abgeschlossen. Die erwachsenen Weibchen beginnen danach mit der Eiablage, wobei die Weibchen bis zu 70 Eier an der Blattunterseite ablegen. Ein Entwicklungszyklus dauert ca. 4 Wochen. Die Tiere sind mit freiem Auge meist nicht zu erkennen. Eine Lupe erleichtert das Auffinden der Tiere. Die Saugschäden sind auf den Blättern zu erkennen welche sich gelb bis grau verfärben, auch ist bei starken Befall ein Gespinst sichtbar.

Vorsorge: Eine genaue Untersuchung sollte bereits beim Winterschnitt erfolgen (Lupe, da die Eier sehr klein sind). Eine Winterspritzung ist anzuraten. Bei starkem Befall eine Behandlung mit einem zugelassenen Akarizid.

Zeitraum: Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August

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SCHALENWICKLER

Die Schalenwickler wie z.B. Fruchtschalenwickler (Adoxophyes orana), Bräunlicher Obstbaumwickler (Archips podana), Rotbrauner Schalenwickler (Pandemis heperana) und Heckenwickler (Archips rosana) überwintern zwischen am Trieb zusammengesponnen Blättern. Um sich fertig entwickeln zu können, werden frische Blätter, Knospen sowie Triebspitzen gefressen, danach erfolgt die Verpuppung in einem Gespinst der jungen Triebe. Die Falter legen die Eier an der Blattoberseite ab. Nach dem Schlüpfen der Raupe werden die Blätter und junge Früchte angefressen. Danach erfolgt erneut eine Verpuppung. Danach beginnt der Zyklus mit Larven der 2. Sommergeneration von neuem. Diese verursachen einen Naschfraß, wobei die Früchte durch einen muldenartigen Schabfraß beschädigt werden und die Tiere gehen schon frühzeitig in die Überwinterung.

Vorsorge:

  • genaue Beobachtung beim Winterschnitt
  • aufhängen von Pheromon Fallen reduziert den Befall
  • Insektizide

Zeitraum: April, Mai, Juni, Juli, August, September

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PFLANZENKRANKHEITEN

OBSTBAUMKREBS

Besonders in regenreichen Jahren vorkommend. Der pilzliche Erreger ruft an Trieben, Zweigen und Ästen der Kernobstarten, aber auch an Steinobst teils offene, teils geschlossene Krebswunden hervor.
Die Infektion erfolgt im Herbst an den Blattnarben, oder an feinen Holzverletzungen und konzentriert sich zunächst auf die Umgebung der betreffenden Augen, später verdorren die oberhalb der Infektionsstelle befindlichen Teile. Stauende Nässe im Boden vermeiden, eventuell für Drainage sorgen. Rindenverletzungen sofort mit einem Wundverschlussmittel versorgen.

Vorsorge: Großzügiges Entfernen und Verbrennen erkrankter Teile, Wunden bis ins gesunde Holz hinein sauber ausschneiden und wundbehandeln. Stark befallene Bäume roden. Bei gefährdeten Bäumen vorbeugende Spritzung mit Kupferpräparat bei Beginn und Ende des Laubfalles.

Zeitraum: bei Auftreten bzw. Beginn Laubbildung oder Laubfall.

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BAKTERIELLE SCHADERREGER

Bakterielle Schaderreger können über Verletzungen in die Pflanze gelangen und dort Krankheiten wie Fäulnis oder Flecken auslösen (z.B. Pseudomonaden). Eine bekannte bakterielle Erkrankung ist z.B. der Bakterienbrand in Steinobst (Marille, Zwetschke) oder auch der Feuerbrand.

Vorsorge Zur Bekämpfung bakterieller Blattfleckenerreger stehen keine geeigneten Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Zur vorbeugenden Bekämpfung können Fungizide wie z.B. Kupferpräparate eingesetzt werden, welche einen zeitlich begrenzten Schutzfilm gegen Bakterien bilden.

Zeitraum: ganzjährig

Lösung: Vorbeugender Einsatz von Kupferpräparaten zur Befallsminderung

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APFELMEHLTAU

  • Pilzsporen überwintern in den Knospenschuppen
  • Triebe sind schlecht entwickelt
  • weißer Pilzbelag an Blättern

Vorsorge:

  • wenig anfällige Sorten verwenden
  • Winterschnitt
  • befallene Triebe bis in das gesunde Holz ausschneiden
  • Fungizidmaßnahmen

Zeitraum: spät im Winter, Frühjahr, Sommer

Lösung: Rückschnitt

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APFELSCHORF

Der Apfelschorf ist weltweit die bedeutendste Erkrankung von Apfelbäumen, kommt aber in abgewandelter Form auch an Birnen, Kirschen und Pfirsichen vor. Sporenlager an Trieben, braun-grüne Flecken bereits an jungen Blättern, bei feuchter Witterung mit schwankenden Temperaturen rasche Ausbreitung sowohl auf den Blättern als auch auf den Trieben. Schorf befällt neben klassischen Obstbäumen auch deren Ziergehölzvertreter wie Zieräpfel, Zierkirschen oder Felsenbirnen.

Vorsorge:

  • wenig anfällige Sorten verwenden
  • entfernen kranker Triebe und Blätter bereits im Herbst
  • regelmäßiger Rückschnitt
  • auslichten der Triebe
  • Fungizidmaßnahmen

Zeitraum: April, Mai, Juni, Juli, August

Lösung

Frühjahrsschnitt, vorbeugende Spritzungen mit Netzschwefel/Naturid EM Mikro Basis + Naturid EM Blatt oder Vor- und Nachblütenspritzung mit Neovit

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ZWEIKEIMBLÄTTRIGE UNKRÄUTER

Unter und zwischen Obstbäumen fühlen sich manche Unkrautarten besonders wohl. Viele Unkrautarten kommen auch mit z.B. feuchtem Kies, Rindenmulchauflagen oder sandigen Bedingungen zurande und benötigen nicht viel Nährstoffe. Auch bei Wassermangel sind die Unkräuter in der Regel viel schneller wieder da als z.B. Gräser – sofern sie von der Dürre überhaupt beeinträchtigt werden. Generell unterscheidet man bei zweikeimblättrigen Unkräutern zwischen ein- und mehrjährigen Unkrautpflanzen. Schwierigkeiten machen vor allem solche Unkräuter, die kriechend oder rosettenartig dicht auf dem Boden aufliegen und sich durch Wurzel- oder Sprossausläufer stark verbreiten (z. B. Kleearten, Gundelrebe, Hahnenfuß, Löwenzahn, Wegerich u.a.).

Häufigste Unkräuter: Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegeriche, Kleearten, Ehrenpreis, Franzosenkraut, Knöteriche, Winden, Disteln u.v.a.

Vorsorge: Unter Obstbäumen ist es bei Pflanzenschutzmaßnahmen enorm wichtig, darauf zu achten, dass in erster Linie nur die Grünteile der Unkräuter benetzt werden und so wenig Spritzbrühe wie möglich auf das Erdreich trifft. Auch wenn bodenunwirksame Präparate zum Einsatz kommen, gibt es auch bei Bäumen Vertreter von Flachwurzlern, wo ein Wurzelstrang auch mal an der Erdoberfläche hervortritt. Dieser darf dann keinesfalls behandelt werden. Daher und auch, um Windverfrachtungen auf die Bäume zu vermeiden ist hier der Gebrauch eines Spritzschirmes empfohlen bzw. bei manchen Mitteln sogar vorgeschrieben (Gebrauchsanweisung beachten!)

In der Unkrautbekämpfung werden in der Regel glyphosathältige Präparate zur Anwendung gebracht. Glyphosat ist ein nicht-selektives Blattherbizid mit systemischer Wirkung, das über grüne Pflanzenteile aufgenommen wird. Es wirkt somit nicht selektiv gegen einkeim- (Gräser) und zweikeimblättrige Unkräuter. Innerhalb der Pflanze wird Glyphosat systemisch verteilt. Glyphosat ist relativ immobil, wodurch auf den Boden gelangende Spritzbrühe dort gebunden wird und daher nur in sehr geringem Maße von Pflanzen aufgenommen werden kann. Eine Wirkung über den Boden ist also so gut wie nicht vorhanden, außer es liegen Wurzeln frei (siehe oben). Darum kann auch eine Aussaat oder Neupflanzung bald nach Ausbringen des Herbizids erfolgen.

Zeitraum: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November

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Pflanzenkrankheiten
Fliegende Schädlinge
Pilzliche Krankheiten
Kriechende Schädlinge