Kleintiere

Wege und Plätze

Kräuter

Rasen

BlütengemüseGarageBlüten- und ZiersträucherFrucht- und HülsengemueseWurzel-, Stängel- und ZwiebelgemüseBlatt- und KohlgemüseBeerenobstBeerenobstStaudengewächseZimmerpflanzenSchalenobstSteinobstKernobstKräuterNadelhölzerWeinRosengewächseRosengewächseDachbodenWasserKücheWohnzimmerBadezimmerSchlafzimmerKellerRasenWege und PlätzeWege und PlätzeBalkonblumen, KübelpflanzenBalkonblumen, KübelpflanzenHecken LaubHecken NadelnKompost/BioabfälleKleintiergehege

kriechendes Ungeziefer

Im Bereich Küche im Haus ist folgendfes kriechendes Ungeziefer häufig vertreten:

  • Vorrats- und Futtermilben (Mehlmilbe, Hausmilbe, Käsemilbe, Backobstmilbe)
  • Schaben (Deutsche Schabe, Orientalische Schabe, Amerikan. Schabe, Braunbandschabe)
  • Ameise (Wegameise bzw. Lasius-Arten)
  • Spinnen, Weberknechte, Tausenfüßer
  • Asseln
  • Käfer (Speckkäfer, Getreideplattkäfer, Mehlkäfer)

Asseln

Asseln

Beschreibung

Asseln sind eigentlich landlebende Krebse. Ihre Kiemenanhänge, die immer von einem Wasserfilm überzogen sein müssen, ermöglichen ihnen die Luftatmung. Sie besitzen sieben Paar gleichförmige Beine, ihr Körper ist flachgedrückt. Die Kellerassel zeigt sich einfarbig grau, die Mauerassel ist schwärzlich-braun und hat auf dem Rücken zwei helle Fleckreihen. Ebenso heimisch ist bei uns die Rollassel, deren Körper glatter ist. Sie rollt sich bei Gefahr ein. Diese Asselarten ernähren sich vorwiegend von pflanzlichen Abfällen, Pilzen usw. Die Tiere benötigen zum Überleben eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Asseln werden etwa 14 bis 15 mm lang.

Vorkommen, befallenes Gut: Asseln werden häufig in feuchten Kellern gefunden – im Freien leben sie unter Steinen, an faulendem Holz oder auf dem Kompost.

Schäden, Befall: Kotspuren, pilzbesetztes Holz sowie Vorräte an Kartoffeln und Obst können durch Fraß geschädigt werden, sonst unbedenklich.

Vorsorge

Türöffnungen, vor allem Richtung Garten, können eine Backpulverbarriere erhalten (Austrocknung), die ab und zu erneuert werden muss. Es ist wichtig, auch die Versteckmöglichkeiten der lichtscheuen Tiere zu beseitigen und Löcher und Fugen mit Spachtelmasse abzudichten. Größere Mengen Asseln kann man gut mit halbierten Kartoffeln oder Rüben (am besten angefault) anlocken. Auch Blumentöpfe, locker mit Moos oder Holzwolle gefüllt und mit der Öffnung gegen die Wand gelehnt, locken die Tiere an. So angelockte Asseln sollte man auf den Kompost geben, wo sie beim Zersetzen der organischen Materialien sehr hilfreich sind. Bekämpfung mit chem. Präparaten.

Zeitraum

ganzjährig

Käfer (Speckkäfer, Mehlkäfer, Getreideplattkäfer, Brotkäfer)

Käfer (Speckkäfer, Mehlkäfer, Getreideplattkäfer, Brotkäfer)

Beschreibung

Speckkäfer, Getreideplattkäfer, Mehlkäfer

Speckkäfer: Larve bis zu 13 mm lang, länglich, stark behaart. Käfer (flugfähig) etwa 8 - 11 mm groß, helle Haarbinden auf den Flügeln, Grundfarbe braunschwarz.

Vorkommen, befallenes Gut:

Produkte tierischer Herkunft, wie Fleisch, Wurst, Speck u.ä., aber auch Materialschädling an Fellen, Häuten; Tabakwaren usw.

Schäden, Befall:

Gesundheitsschäden durch Haare der Larven (Allergien, Darmerkrankungen). Fraßschäden an Lebensmitteln. Lochfraß an Textilien, im Freien an Aas und in Vogelnestern, Erkennung auch durch Käfer, die an geschlossenen Fenstern sitzen, um ins Freie zu gelangen sowie an den leeren Larvenhäutchen an den befallenen Produkten.

Mehlkäfer: Larven gelblichbraun, bis 20 mm (die bekannten "Mehlwürmer"). Käfer schwarz-braun, bis 18 mm.

Vorkommen, befallenes Gut:

Vor allem Mehl und Getreideprodukte aber auch viele andere tierische und pflanzliche Produkte, Mehl wird klumpig und riecht muffig, fliegt im Sommer oft in Wohnungen und fällt dort wegen seiner Größe leicht auf.

Schäden, Befall:

Fraß an Lebensmitteln und an morschem Holz.

Getreideplattkäfer: Larven gelblich, glänzend, bis 4 mm, schlank. Käfer braun, flach und schlank, bis 3 mm. Lebensdauer bis zu 3 Jahre.

Vorkommen, befallenes Gut:

Getreideprodukte, Teigwaren, Nüsse, Mandeln, vor allem kohlenhydratreiche Produkte.

Schäden, Befall:

Fraßschäden an Lebensmitteln durch Larve und Käfer.

Brotkäfer: Ausgewachsen ist der rotbraune Brotkäfer 2-3 mm lang. Ovaler Körper mit Härchen übersät, Brustpanzer überdeckt Kopf wie Kapuze.

Vorkommen, befallenes Gut:

Allesfresser unter Vorratsschädlingen, pflanzliche und tierische Produkte. Backwaren, Teigwaren, Suppenwürfel, Schokolade, Gewürze, Fleischmehl, Trockenfisch, Salzteiggebäck oder Chilipulver.

Schäden, Befall:

Hygieneschädling, befallene Lebensmittel sollten nicht mehr verzehrt werden, da sie mit Kot und Fraßmehl kontaminiert sind. Dadurch häufige Ausbreitung von Schimmelpilzen und Milben.

Vorsorge

Lebensmittel gut abgeschlossen lagern, gefährdete Materialien regelmäßig auf Befall untersuchen. Da Käfer wegen ihrer Größe i.d.R. schnell auffallen und wegen ihrer langsamen Entwicklung (ca. 9 Monate) nicht zur Massenvermehrung neigen, genügt es meist, befallene Lebensmittel rasch wegzuwerfen.

Zeitraum

ganzjährig

Vorrats- und Futtermilben (Mehlmilbe, Hausmilbe, Käsemilbe, Backobstmilbe)

Vorrats- und Futtermilben (Mehlmilbe, Hausmilbe, Käsemilbe, Backobstmilbe)

Beschreibung

Biologie und Schadbild: Bei allen genannten Arten sind ausgewachsene Tiere ca. 0,4-0,6 mm lang, weißlich bis bräunlich gefärbt, sehr langsame Bewegungen. Ausgewachsene Tiere tragen 8, Larven 6 Beine. Während der Larven-Entwicklung auftretende Ruhestadien ermöglichen langes Überleben bei Nahrungsmangel und Trockenheit.

Vorkommen, Schäden, Befall:Mehlmilbe: Befallene Körner, Teig- und Backwaren sind wie von einer hellen Staubschicht überzogen. Bei Getreidekörnern wird zunächst die Keimanlage, dann der Mehlkörper befressen. Beim Mehl findet man auf der Oberfläche und im Inneren feine Milbengänge.

Befallene Produkte (Graupen, Grieß, Haferflocken, Grassamen und Einstreumaterialien) verderben, schmecken bitter und sind für Mensch und Tier gesundheitsschädlich. Hauptschaden bei feuchter Lagerung. Verschleppung durch Insekten und Fledermäuse. Das wichtigste Gesundheitsproblem, das im Zusammenhang mit Milben auftritt, ist die Allergieauslösung beim Menschen. Diese Problematik ist von der Hausstaubmilbenallergie her hinreichend bekannt. Aber auch die wenigen Milbenarten, die den Vorratsschädlingen zugeordnet werden, können bei beruflich exponierten Personen allergische oder allergieähnliche Haut- und Atembeschwerden auslösen (z.B. sogenannte „Bäckerkrätze“).

Käsemilbe: spezialisierter Pilzvertilger. Bei Massenbefall auf Käse kommt es zu einer Dichte von 2000 Individuen pro cm². Die Käsemilbe befällt auch feuchtes Getreide oder Mehl, Rauchfleisch, Schinken, Wurst, Hundefutter. Befallene Produkte sind nicht mehr genießbar.

Hausmilbe: Besiedelt modrige pflanzliche und tierische Substrate und nach Moder riechende Polsterfüllungen.

Backobstmilbe: Weltweit verbreitet und problematischster Schädling an eingelagerten Süßwaren,Trockenfrüchten aller Art, Kakaobohnen, Marmeladen, Fruchtsäften, Honig und Wein. Entwicklungsstopp tritt bei Temperaturen unter 0-3°C und über 35°C ein sowie bei einer relativen Feuchte von unter 70%.

Vorsorge

Prophylaktische Maßnahmen wie häufiger Einsatz eines Staubsaugers, häufiges Lüften, Sonnen und wenden von Bettwäsche und Polstern, Vermindern der Luftfeuchte (z.B. Heizen). Bekämpfung mit chem. Präparaten.

Zeitraum

ganzjährig

Schaben (Deutsche Schabe, Orientalische Schabe, Amerikan. Schabe, Braunbandschabe)

Schaben (Deutsche Schabe, Orientalische Schabe, Amerikan. Schabe, Braunbandschabe)

Beschreibung

Deutsche Schabe: 11 - 14 mm, lehmgelb bis braun und flugunfähig, Eipaket hellbraun, 6 - 8 mm deutlich gekammert. Orientalische Schabe: 23 - 28 mm, kastanienbraun bis lackschwarz und flugunfähig, Eipaket dunkelbraun bis schwarz, 10 - 11 mm. Amerikanische Schabe: 35 – 40 mm, größte der Hausschaben, rotbraunfarben und flugfähig, Eipaket meist mit Substratteilchen bedeckt. Braunbandschabe: 10 – 14 mm, rotgelb bis rotbraun und flugfähig, Vorderflügel mit 2 helleren Querbinden, Eipaket oft an Möbel gekittet.

Vorkommen, befallenes Gut: Vor allem saftreiche, weiche pflanzliche Produkte aber auch Abfälle, Aas und andere Produkte tierischer Herkunft, weiche faulende Materialien (Gewebe, Leder, Papier).

Schäden, Befall: Übler Geruch (Ausscheidungen durch Stinkdrüsen), Fraßschäden an Vorräten und verschiedenen Materialien, Verunreinigungen, Übertragung von Mikroorganismen (vorratsschädigende und krankheitserregende Bakterien und Pilze sowie tierische Parasiten), Hervorrufen von Allergien, sehr lichtscheu, deshalb tagsüber schwer zu entdecken, sie werden erst in der Dämmerung aktiv.

Vorsorge

relativ schwierig, da sehr verborgen lebend, meist im ganzen Haus vorkommend, Bekämpfungsaktionen müssen immer den ganzen befallenen Bereich erfassen. Fugen abdichten, keine Essensreste offen stehen oder auf dem Boden liegen lassen, Abfälle laufend entsorgen, Köderdosen mit Lockstoffen aufstellen, etwa 3 Monate stehen lassen, damit auch Jungtiere erfasst werden. Hinweis: Wenn die Tiere bereits unter Tags bei hellem Licht vermehrt zu beobachten sind, deutet dies auf einen starken Befall hin. In so einem Fall sollte die Bekämpfung nur von einer professionellen Schädlingsbekämpfungsfirma mit den jeweils neuesten Mitteln und Verfahren durchgeführt werden. 

Zeitraum

ganzjährig

Ameisen

Ameisen

Beschreibung

Wegameise bzw. Lasius-Arten

4 mm lang, gelblich-braun bis schwarzbraun. Die in Vorräten vorkommenden Tiere sind flügellose Arbeiterinnen. Seltener gibt es auch Nester in Häusern unter Putz, Wandverkleidungen, Dielen und Treppen, dann treten sie auch in geflügelter Form auf. Ameisennester haben in unmittelbarer Nähe irgendwo eine Wasserquelle.

Vorkommen, befallenes Gut:
Vor allem zuckerhaltige Produkte, befällt aber auch Fleisch und andere Nahrungsmittel.

Schäden, Befall:
Fraß, Verunreinigung der Nahrung durch festklebende Tiere. Ameisen sind keine aktiven Holzzerstörer!

Vorsorge

Durch Beobachtung Ausfindigmachen der Hauptstraßen. So kommen Sie zum Ameisennest - und zur Futterquelle. Diese sofort beseitigen. Eingang der Ameisen ins Haus abdichten, oft helfen ein paar Tropfen Lavendelöl, die man auf die Ameisenstraße träufelt. Bekämpfung mit chem. Präparaten.

Zeitraum

Indoor ganzjährig möglich, vornehmlich Frühjahr, Sommer

Spinnen, Weberknechte, Tausendfüßler

Beschreibung

Sowohl Tausendfüßer als auch Spinnen sind generell nicht als Schädlinge einzustufen, da in den seltensten Fällen ein „Befall“ vorliegt oder Schäden entstehen. Im Gegenteil, Tausendfüßer ernähren sich überwiegend von abgestorbenen Pflanzenteilen und sind wichtige Abfallbeseitiger und "Hausspinnen" vernichten viele andere schädliche Kleininsekten in und ums Haus. Trotzdem stellen sie für den einen oder anderen von uns eine Belästigung dar.

Vorsorge

Wenn eine Duldung absolut nicht vertretbar oder eine natürliche Beseitigung nicht umsetzbar ist,  ist eine Abhilfe durch chemische Präparate als letzte Lösung möglich.

Zeitraum

ganzjährig, in kühlen Räumen nimmt der Befall in der kalten Jahreszeit ab.