Flieder

Beschreibung

Der Flieder gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und ist in diversen Lila-und Weiß- Farben gezüchtet worden. Der Boden des Flieders sollte mäßig trocken und durchlässig sein. Er bevorzugt sonnige Plätze, gedeiht jedoch auch im Schatten. Ein Rückschnitt des Flieders trägt zu seiner Verjüngung bei. Er sollte nur selten gegossen werden und kann 4 bis 6 m hoch und 3 bis 5 m breit werden.

 

PFLANZENKRANKHEITEN 

Fliederblattrüssler

Der Fliederblattrüssler tritt, außer bei Flieder, auch noch bei Liguster, Schneebeere, Geißblatt und Kornelkirsche auf. Der Käfer ist braun und etwa 6 mm groß. Er geht seiner Fraßtätigkeit hauptsächlich in der Nacht nach und hinterlässt dabei besonders an den Blatträndern massive Fraßspuren. Die Blattränder sehen ausgefranst aus. Der Käfer legt seine Eier in den Boden, wo diese dann im nächsten Frühling schlüpfen und weiterfressen. Siehe auch Dickmaulrüssler

Vorsorge: Eine chemische Bekämpfung mit einem zugelassenen Insektizid kurz bevor der Käfer täglich seinen Fraß beginnt, also am frühen Abend.

Zeitraum: April, Mai, Juni, Juli, August, September

Lösung; Aufgrund eigener Erfahrung wird dieser Schädling bei einer Behandlung in den festgesetzten Anwendungsgebieten miterfasst.

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Fliedermotte

Die Fliedermotte ist der bedeutenste Schädling auf Flieder und kommt auch bei Forsythien und Liguster vor. Im Mai-Juni kann man auf den Blättern hell durchscheinende Teile erkennen, die Miniergänge. Diese können sich rasch ausbreiten und das ganze Blatt zum welken bringen. Ist ein Blatt befallen wird es meist von der Spitze her bis zur Hälfte eingerollt und zugesponnen, im Inneren dieser Rolle findet man mehrere blassgrüne, borstige Larven. Tritt der Befall mehrere Jahre hintereinander auf, gibt es meist garkeine Blüten mehr. Die Motte kann bis zu 3 Generationen pro Jahr erzeugen. Sie verpuppt sich im Boden und schlüpft Anfang Mai. Die Flügel sind gelb, braun, schwarz weiß gemustert. Eier werden entlang der Blattadern an der Oberseite des Blattes abgelegt. Die Raupen beginnen zuerst ihren Minierfraß bevor sie sich in Blätter einrollen und sich im Juni in der Erde verpuppen.

Vorsorge: Ab Mai sollte man regelmäßig auf Befall kontrollieren. Entdeckt man erste Miniergänge soll man die Larven darin manuell entfernen. Eine chemische Bekämpfung mit einem zugelassenen Insektizid ist am sinnvollsten Ende Mai und Ende Juli.

Zeitraum: Mai, Juni, Juli, August, September

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PFLANZENKRANKHEITEN 

Ascochyta - Blattfleckenkrankheit

Eine Infektion mit diesem Pilz bemerkt man an den Blättern. Auf diesen sind runde meist deutlich abgegrenzte, graubraune Flecken zu erkennen. Das Gewebe innerhalb der Abgrenzung beginnt auszutrocknen und reißt früher oder später durch. Ist ein ganzer Trieb infiziert (bräunliche Verfärbung) sterben meistens alle Blüten oberhalb der Infektionsstelle ab. Wie so oft überwintert der Pilz in abgeworfenen Pflanzenteilen und infiziert im Frühjahr über seine Sporen die jungen Triebe. Durch Bewässerung des Strauches mittels Wasserspritze hilft man ungewollt bei der Verteilung der Sporen.

Vorsorge: Alle erkrankten Stellen sollten so gut wie möglich manuell aus dem Strauch herausgeschnitten werden. Ist die Erkrankung so nicht in den Griff zu bekommen, kann man zu vorbeugenden Spritzmaßnahmen greifen.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt zu empfehlen.

Zeitraum: Sommermonate

Lösung: Aufgrund eigener Erfahrung wird diese Pilzkrankheit bei einer Behandlung in den festgesetzten Anwendungsgebieten miterfasst.

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Fleiderseuche

Eine ähnliche Erkrankung gibt es auch bei Forsythien. Die Symptome zeigen sich als zuerst kleine erhabene braune Flecken auf den Blättern. Ist die Witterung für den Pilz von Vorteil (feuchtkühl) breiten sich diese Flecken aus und können ganze Triebe zum Absterben bringen. Der Pilz überwintert in abgefallenem Laub und dringt im Frühling über Risse, Verletzungen und Schnittstellen in die Pflanze ein. Ist die Pflanze allgemein in schlechtem Zustand wird die Infektion begünstigt (mit Effektiven Mikroorganismen (EM) gegensteuern).

Vorsorge: Besonders dichte Steucher sollten ausgedünnt werden, damit die Feuchtigkeit schneller verdampfen kann. Ist ein Trieb erst befallen kann man versuchen ihn zu retten indem man ihn bei trockenem Wetter soweit zurückschneidet, bis nur mehr gesundes Holz vorhanden ist.

Als pflanzenstärkende Maßnahme sind Blattbehandlungen mit Naturid EM Mikro Basis und Naturid EM Blatt plus zu empfehlen.

Zeitraum: Frühling, Sommer

Lösung: es sind derzeit keine chem. Präparate zugelassen

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